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Adventskalender #7: Ich will DJ werden

1. Grundsatz

Gutes DJ-Equipment kostet erst einmal eine Stange Geld. Selbst ein Einsteigerset kann schnell zwischen 500 und 1.000 € kosten.
Diese Summe solltest du auf jeden Fall angespart haben bevor du auf die Suche gehst.

Wieviel genau du ausgeben musst hängt davon ab, was du vor hast. Viele Einsteiger beginnen heute mit einem digitalen DJ-System,
und mit der richtigen Ausrüstung kann man damit sogar professionellen Ansprüchen gerecht werden. Für andere ist Vinyl immer noch das Nonplusultra – und wieder andere schwören auf CDs.

Generell gilt aber immer: Für mehr Geld bekommt man i.d.R. auch mehr Leistung – und oft hält teureres Equipment auch schlicht länger, weil es hochwertiger ist.

2. Das richtige Einstiegsequipment

Digitale DJ-Systeme

Für den Einsteiger ist hier meistens eine Kombination aus einem Hardware-Controller, einem Mehrkanal Audio-Interface und einem Laptop empfehlenswert.
Natürlich tut es im Prinzip auch ein stationärer PC, aber den kann man eben schlecht mit zu einem Gig nehmen. Hat man kein Mischpult, dann gehört das auf jeden Fall auch zu den Pflicht-Anschaffungen. Alternativ kann man auch eine Kombination aus Hardware-Controller und Mehrkanal Audio-Interface kaufen.

Gern genommene Einsteigergeräte kommen u.a. von Behringer, Numark oder Hercules.
Dazu solltest du aber auch noch die Kosten für die Software einrechnen. Häufig sind nur abgespeckte Light-Varianten von gängigen DJ-Tools wie Traktor dabei. Diese taugen zwar für die ersten Experimente zu Hause, aber du wirst hier sehr schnell an die Grenzen der Software stoßen und spätestens vor deinem ersten Gig ist auf jeden Fall eine Vollversion fällig.

Wer sich für ein digitales DJ-System entscheidet, der sollte sich darüber im Klaren sein, dass er sein Equipment für Auftritte in der Regel selbst mitbringen muss.

Mixer

Wer keine digitale Kombilösung hat oder wer auch mit Platten oder CDs mischen will, der kommt an einem Mixer nicht vorbei.

Hier kommt es vor allem auf Faderqualität und Ausstattung an. Gute Einsteiger-Geräte bekommt man für 200-300 Euro.

Wichtig sind dabei folgende Features:
– Gute, leichtgängige Fader (am besten mal im Laden ausprobieren)
– 2-Band EQ pro Kanal (besser 3-Band)
– So viele Kanäle wie man braucht (i.d.R. zwischen 2 und 4, abhängig von der Zahl der Geräte)

Turntables

Als Referenzgerät im DJ-Bereich gelten immer noch die Technics 1200 bzw. 1210-Turntables. Sie haben einen starken Motor, stehen in den meisten Clubs und sind nahezu unzerstörbar. Deswegen kann man diese Turntables auch ruhigen Gewissens gebraucht kaufen.

Es gibt mittlerweile aber auch eine Reihe von Alternativen von anderen Herstellern wie Stanton oder Gemini. Achte dabei aber unbedingt auf ein solides Gehäuse und einen starken Motor!

Systeme

Wer mit Turntables auflegt, der braucht auf jeden Fall ein Tonabnehmer-System pro Turntable. Einsteiger sollten zu sog. SME-Systemen greifen, da sie von der Handhabung her am einfachsten sind. Man schraubt sie einfach an den Tonarm und kann sofort loslegen. Als Hersteller hat sich hier Ortofon einen Namen gemacht, aber es gibt vergleichbare Systeme von verschiedenen Herstellern.

Kopfhörer

Ein DJ-Kopfhörer sollte gut sitzen, einen transparenten Sound haben und auch die nötige Lautstärke liefern. Für den Anfang kann es durchaus auch ein HiFi-Kopfhörer sein. Von Mobil-Kopfhörern, Ohrstöpseln etc. sollte man allerdings die Finger lassen. Gute Marken für DJ-Kopfhörer sind z.B. Technics, Sony, Shure oder Sennheiser.

CD-Player

Wer lieber mit CDs auflegt, der hat mittlerweile eine große Auswahl an guten DJ-CD-Playern.
Doppel-CD-Player sind dabei oft die günstigere Variante, jedoch nur zu empfehlen, wenn man nur Stücke hintereinander spielen möchte und nicht wirklich mixen will. Die Bedienelemente sind hier oft recht klein, so dass es gerade Anfängern schwer fällt, mit solchen Geräten saubere Übergänge zu machen.

Einzel-Player sind die bessere Lösung für alle, die es mit dem mixen wirklich ernst meinen. Hier nehmen die Bedienelemente meist die komplette Oberseite des Players ein, so dass alles gut zugänglich ist. Gute Einsteigergeräte kommen z.B. von Numark, Denon oder Pioneer.

Wer sich für CD-Player entscheidet sollte dabei bedenken, dass man bei Auftritten entweder die eigenen Player mitnimmt – oder sich mit dem zufrieden geben muss, was der Veranstalter zur Verfügung stellt.

//Foto via Nature-One || Urheber-Text Marvis via Deejayforum

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