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Papierflieger ohne Erdanziehungskraft

Was passiert eigentlich mit einem Papierflieger wenn dieser gar keine Erdanziehungskraft hat? Sprich wenn man diesen Flieger im Weltraum wirft. Das alles erklärt uns Alexander Gerst, der diesen Test in der ISS wagt.

Auch ein simples Blatt Papier kann in der ISS zum Experiment werden – wenn es denn richtig gefaltet wird. „Mit einem Papierflieger kann man sehr gut zeigen, dass Schwerelosigkeit und Vakuum verschiedene Dinge sind“, betont Matthias Sperl. Auch wenn alles schwebt im Inneren der ISS, so herrscht natürlich kein Vakuum. Der gefaltete Flieger – „mein erster Weltraumflieger“, sagt Alexander Gerst – verhält sich deshalb auch im Flug wie auf der Erde: Die Reibung mit der Luft bremst ihn aus. Nur: Sobald die Bewegungsenergie versiegt, bleibt der Papierflieger in der Luft stehen und lässt sich nur von den Luftströmungen der ISS-Belüftung leicht hin und her bewegen. Für Matthias Sperl vom DLR ein deutlicher Beleg: „Wenn Luft vorhanden ist, gelten auch immer die Regeln der Aerodynamik“, erläutert er. „Aber weil keine Kraft zum Boden zieht, bleibt der Flieger in der Luft stehen.“ Bei einem Flugexperiment außerhalb der Raumstation, würde nur noch die Restatmosphäre den Papierflieger im Laufe einer sehr langen Zeit abbremsen – „und er würde wohl nach einigen Jahren in der Atmosphäre verglühen“.

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